Innovationsassistent Masterarbeit: Gestaltungsoptionen für Assistenzsysteme zur Nutzung von Innovationsräumen
In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass Innovationsräume in der Theorie positive Effekte haben und die Kreativität anregen. Doch leider werden sie noch in viel zu wenigen Unternehmen tatsächlich eingesetzt oder das Potential richtig ausgenutzt. Dies liegt zum Teil daran, dass die Mitarbeitenden eines Unternehmens oft nicht wissen, wie sie in einem Innovationsraum richtig nutzen. Der herrschende Fachkräftemangel an Personen, die das Potenzial eines Innovationsraums vermitteln und erlebbar und somit im Unternehmen bekannt machen würden, trägt zum nicht ausnutzen der Möglichkeiten eines Raumes bei.
Daher entstand die Idee, einen Innovationsassistenten zu entwickeln, der zu einer niedrigschelligen Nutzung eines Innovationsraumes beitragen und somit die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens steigern soll. Im Rahmen des InnoHub ist dabei die folgende Masterarbeit, mit dem Titel: Gestaltungsoptionen für Assistenzsysteme zur Nutzung von Innovationsräumen, entstanden.
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Abstract Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Gestaltung eines digitalen Assistenzsys-temes zur Nutzung von Innovationsräumen. Digitale Assistenten werden bereits schonseit längerer Zeit eingesetzt, beispielsweise in der Industrie 4.0 (vgl. Perevalova (2022)).Innovation stellt derweilen eine Grundlage für wirtschaftlichen und unternehmerischenErfolg dar (vgl. Schumpeter (1939)) und wird durch Innovationsräume (vgl. Klookeru. a. (2019)) und Innovationsprozesse wie dem Design Thinking unterstützt. Diese Pro-zesse werden dabei häufig von Innovation Coaches unterstützt. Der Ansatz des Inno-vationscoachings wurde von Albers u. a. (2016) beschrieben. Darauf aufbauend identi-fizierten Niever u. a. (2019) bereits zwölf Kernkompetenzen, die für einen InnovationCoach in Zukunft wichtig sein werden.Ein Problem, was sich dabei darstellt ist, dass diese Coaches häufig durch externe Mo-deratoren gestellt werden, welche ein Team nicht dauerhaft begleiten. Ohne die Coachesfehlt den Laien auf diesem Gebiet die nötige Methodenkompetenz, um eigenständig undmethodisch Innovationen und Kreativität zu fördern.Diese Arbeit versucht daher, das Innovationscoaching mit einem digitalen Assisten-ten zu verbinden, um die eigenständige Nutzung von Innovationsräumen zu erleich-tern und die Effizienz von Innovationsprozessen zu steigern. Dafür konnten zunächstdurch die Auswertung von fünf Experteninterviews 63 Aufgaben eines Coaches undAspekte des Systems identifiziert werden, die bei der Entwicklung eines Assistenzsys-tems bearbeitet werden sollten. Außerdem konnten 22 technische Kriterien formuliertwerden, die bei der Auswahl einer geeigneten Technologie helfen können. Darüber hin-aus wurden Lösungsmöglichkeiten für die wichtigsten Aufgaben eines Assistenzsystemsaufgezeigt. Diese unterstreichen beispielweise die Relevanz der Forschungsfelder Indoor-Lokalisierung und künstliche Intelligenz. Die Ergebnisse dieser Arbeit sollen dazu bei-tragen, das Potenzial von digitalen Assistenzsystemen im Kontext von Innovationspro-zessen zu verdeutlichen. Dies kann Unternehmen dabei unterstützen, Innovationspro-zesse effizienter zu gestalten, unabhängig von Ressourcen oder Fachkräftemangel.In weiteren Forschungen könnte die konkrete Entwicklung des Assistenzsystems fortge-führt werden. Dabei könnte der Fokus auf die Aspekte eines hybriden Meetings gelegtwerden oder darauf, wie ein mobiles Assistenzsystem gestaltet werden kann, das inverschiedene Räume mitgenommen werden kann.
Ein Hauptergebnis dieser Arbeit sind die 63 identifiziert Themen, die für die Entwicklung eines Assistenzsystems für einen Innovationsraum sich als wichtig herausgestellt haben. Diese Themen sind in der folgenden Mindmap grau und schwarz markiert und in der Masterarbeit genauer beschrieben. Außerdem ist in der Mindmap von oben nach unten ein mögliche Interaktionsreihenfolge des Assistenzsystems ableitbar.